30.01.2009

Es geht Heim

So, wenn ihr dass lest bin ich wahrcheinlich wieder in München. Denn ich sitze gerade am Flughafen und in 20 Minuten wird geboarded. Die letzten Tage waren recht unspektakulär, wir waren hauptsächlich Einkaufen und uns von unseren Freunden hier in China verabschieden. Der Check-in war ziemlich stressig, denn ich hatte Übergepäck und dann musste ich umpacken, nachdem ich dann umgepackt habe, hatte ich viel weniger drinnen als vorher, obwohl ich nicht so viel heraus genommen habe. Es hat nicht lange gedauert bis ich darauf gekommen bin, dass die Wage wohl nicht stimmt. Also kleiner Tipp, falls ihr mal zu viel Gepäck haben solltet, wiegt es lieber noch einmal an einem anderen Schalter nach, bevor ihr was heraus nehmt. Der Flug von der Kristina hat zudem Verspätung, deshalb hat sie einen Gutschein über 100 Yuan bekommen, den wir hier jetzt an einem Flughafen Cafe verprassen. Die letzte Woche wurde die ganze Zeit geböllert. Vor allem von der Nacht von Donnerstag auf Freitag so, dass wir kaum ein Auge zu tun konnten. Wahrscheinlich werde ich in München auch nochmal was schreiben. Jetzt dauert es nicht mehr lange, bis ich im Flieger sitze, daher nur ein kurzer Artikel.

Jetzt sind es wirklich nur noch drei Tage und dann fliegen wir auch schon wieder nach Hause! Wahnsinn, wie schnell die Zeit hier vergangen ist.

In den letzten Tagen hat sich nicht viel verändert. Die letzten Wochen habe ich damit verbracht die Visitenkarten immer noch zu machen. Mittlerweile haben wir auch noch Hilfe bekommen von der Franziska. Einem Mädel aus Konstanz das auch ein Praktikum hier in Shanghai macht. Eigentlich macht sie ein Praktikum in einem Architektur Büro. Allerdings hat sie da nicht viel zu tun, um genau zu sein gar nichts. Daher ist Sie jetzt bei der Wang und hilft da mit. Ich habe eh das Gefühl, das jeder den ich kenne, der hier ein Praktikum macht, so ungefähr nichts zu tun hat. Aber ich glaub das habe ich schon ein paar mal erwähnt.

7.01.2009

Welcome to 2009

Prost Neujahr! Wie man bei Nico schon nachlesen konnte, war unser Sylvester hier in Shnaghai nicht sonderlich spektakulaer. Vielleicht waren wir aber auch einfach am falschen Ort und haben die Party des Jahrhunderts verpasst. Man weiss es nicht…

Alles in allem eigentlich eher ein netter Paerchen-Abend, denn   in unserer Runde waren irgendwie nur Paare anwesend (ausser Nico’s Schwester und ihrer Freundin). Vielleicht werden wir auch nur alt. :-)

An dieser Stelle wuensche ich allen Bloglesern ein echt gutes 2009! Allen Finanzkrisen und sonstigen Querelen zum Trotz. Ist etwas verspaetet, ich weiss, aber hier verfliessen die Uebergaenge zwischen Weihnachten, Sylvester und dem chinesischen Neujahr zu einer suesslichen Sosse aus Kitsch, Lametta und Jingle Bells.

Demnaechst dann wieder ausfuehrlicher, vielleicht geht ja dann auch wieder unser Internet?!?

Sicherlich ist jeztz jeder gespannt darauf zu hoeren wie in Shanghai Sylvester gefeiert wird.

Also als erstes einmal musste ich bis 19 Uhr arbeiten, dass am 31. Januar, aber gut andere Laender andere Sitten. Im Buero das uebliche. Visitenkarten halt. Ausser Visitenkarten bekomme ich nichts anderes zu Gesicht. Das wird auch bis meine Abreise so bleiben. Mittlerweile bin ich ja wieder in dem anderen Buero von der Wang einquartiert, jenes, dass gleichzeitig auch als Wohnung dient. Sie bildet sich ein, dass wir die Visitenkarten in zwei Wochen fertig bekommen. Naja ich misch mich da mittlerweile auch nicht mehr ein. Aber zurueck zum Thema:

So da bin ich wieder. Hab grad Tonios Artikel gelesen und musste mich wundern, dass es hier so anders ist. Ich mein nicht, dass es hier keine 70% billiger Aktionen gibt, oder Partys bis zum abwinken, ne ich beziehe mich hier auf die Geschenke. Denn ich hab lediglich von der Wang und einem Freund der Amerikaner ist, was geschenkt bekommen. Vielleicht ist das in der Uni auch anders. Aber ich hab das Gefuehl, dass man sich hier nicht wirklich was zu Weihnachten schenkt. Aber es wird wohl immer mehr in Mode kommen wie es auch immer mehr in Mode kommt dem Christentum beizutreten. Eigentlich schon komisch. Bei uns treten die Leute aus der Kirche aus und hier in China treten sie bei.

29.12.2008

Auf und Davon!

Ursprünglich haben wir ja geplant über Silvester einen kleinen Trip nach Shanghai zu starten. Diese Pläne haben sich recht kurzfristig geändert. Statt nach Shanghai befinden wir uns nun im Süden auf der tropischen  Insel Hainan. Um für ein paar Tage dem ungemütlichen Wetter in Wuhan zu entkommen. Um nach seltsam stressigem Weihnachten ein paar Tage abzuschalten.

Denn Weihnachten in China stellte sich als noch stressiger als im heimischen München heraus. Es beginnt mit Geschenken. Jede noch so flüchtige Bekanntschaft kam bereits vor Heiligabend (Chinesen schenken gerne im voraus) mit Geschenken an, und im Gegenzug wird natürlich selbiges erwartet. Um mich also nicht lumpen zu lassen, fand ich mich paar Tage hintereinander in Shoppingmalls und Einkaufsstraßen wieder, um für jede Menge mehr oder weniger bekannte Leute sinn- und bedeutungslose Kleinigkeiten zu besorgen. Niemals zuvor habe ich Weihnachten mehr Geschenke gebraucht als dieses Jahr.

Chinesen rechnen Weihnachten keine allzu große Bedeutung bei. Nicht, dass das in Deutschland allzu viele tun, doch der Charakter eines Familienfestes ist ein wenig geblieben. Hier versinkt das Fest der Liebe in einem Meer aus Kitsch und Spaß. Die meisten sehen es als eine Gelegenheit einfach ein wenig Spass zu haben. An Heiligabend ist nichts von einer stillen Nacht zu sprüren, Malls und Geschäfte haben bis in den Morgengrauen ihre Pforten geöffnet und locken Menschenmassen mit 70% Rabattaktionen in ihre Räumlichkeiten. Clubs und Bars sind brechend voll, ganz zu Schweigen von den vielen „Activities” der Universität. Weihnachtsfest der International School, Feier der gesamten Uni, Vorführung der Sportfakultät, Vorführung der Kunstfakultät, Vorführung der…, Christmas Lunch am 25. und schließlich die Einladungen zu irgendwelchen Weihnachtsfesten von allen Seiten.

Nun, eigentlich gibt es da nichts zu jammern, immerhin hat die Zeit trotz wenig Schlaf und viel Herumgerenne doch auch ein wenig Spass gemacht. Zumindest auf der Partyseite. Und auch sonst war es eine interessante Zeit mit vielen neuen Bekanntschaften aus aller Welt.

Am Ende dieser Geschichte buchten wir gestern spontan vier Tickets, reservierten uns zwei Zimmer in einem bescheidenen Drei-Sterne Hotel und wollen uns die nächsten Tage inklusive Silvester einfach mal auf uns zukommen lassen. Hier sind wir nun zu viert und wünschen Euch einen guten Rutsch!

PS: Es tut mir leid, dass ich mich in der von mir initierten Diskussion so selten eingeschaltet habe. Hätte gerne mehr kommentiert, war aber zu selten online. Der Serverwechsel machte es nicht einfacher. Es wird ne Weile dauern all die Galerien und Bilder neu zu sortieren. Werde versuchen mich reinzuhängen und im neuen (chinesischem)  Jahr wieder voll da zu sein. Wird vielleicht fader werden, wenn Nico und Co. das Land verlassen haben. Ich hoffe, dass Ihr Euch auch von München aus dann und wann nochmal einschalten werdet.

Grüße aus Hainan
Tonio

27.12.2008

Gedankenblase

Ich verstehe ehrlich gesagt nicht so wirklich wieso der Christoph immer meint er weiß nicht was er schreiben soll. Ich bin jetzt gerade mal einen Tag da und kann schon ganze Romane schreiben. Aber na gut, typisch Christoph, typisch Mann? Na gut, so pauschal kann man das jetzt nicht sagen typisch Mann.

Heute sind wir (Christoph, Ich und Iesu) zur Trainingshalle gegangen. Und zwar vormittags !!!!!! Ich betone das extra, da es Samstag ist und der Christoph da normalerweise noch schlafen würde :-)

Später sind wir drei dann essen gegangen. Und das Essen war wirklich scharf…(keine unqualifizierten Bemerkungen dazu!!!=)) Wobei ich sagen muss das ich sehr empfindlich bin wenn es um schärfe geht. Ich vertrag das einfach nicht.

Zum Glück hat der Christoph mit mir getauscht und ich hab sein Gericht gegessen. Der Iesu hatte das Gleiche zu essen bestellt wie ich, oder besser gesagt ich hatte das Gleiche bestellt wie er. Ich hab je wenig Ahnung was es alles zu Essen gibt. Aber dem Iesu war es immer noch nicht scharf genug und hat sich haufenweise Chilli drauf getan. Wer’s verträgt ^^

Danach sind wir noch in einen Teeladen gegangen und durften bei einer Teezeremonie zusehen, wo uns dann selber Tee serviert wurde, der seeeehr gut geschmeckt hat.( Für den Christoph war es nur Wasser mit Geschmack….Banause)

Zum Abschluss sind wir noch in einen Großmarkt für Obst und Gemüse gegangen. Vor dem Unigelände sind wir dann noch schnell Getränke kaufen gegangen. Den eigentlichen Besuch bei der Bank nach dem Essen, wo ich mein Geld wechseln wollte, mussten wir leider auf Montag verschieben da sie schon geschlossen hatte.

Und bevor ich das jetzt in dem ganzen Artikel hunderte Male einzeln gesagt hätte, dachte ich mir ich schreib es einfach ganz zum Schluss.

Die ganze Zeit, egal ob heute oder schon gestern, war es immer ein und die selbe Situation. Die Menschen sehen mich und du kannst förmlich sehen wie sich eine Gedankenblase über ihren Köpfen bildet wo drin steht:” Oh, die ist Ausländerin und hat blonde Haare”.

Ich finde das mittlerweile etwas unangenehm ständig angeschaut zu werden.  Aber die Mütze ganz über den Kopf ziehen geht auch nicht, dann seh ich nämlich nichts mehr und renn sonst wo dagegen, und bei dem “Straßenverkehr” hier sollte man seine Augen besser gut aufmachen.

Schöne Grüße aus der Ferne

Pia und Christoph

P.s.: Ich glaube nicht das ich sagen muss wer den Artikel geschrieben hat :-)

27.12.2008

Wie versprochen…

Hallooooooooo

Wie ich gesagt habe werde ich mich während meinem Aufenthalt in China ein bisschen um den Schreibkram kümmern, da der liebe Christoph ja etwas faul ist.

Mein Flug nach China war eigentlich nichts Besonderes. Für mich aber schon, ich bin seit 7 Jahren das erste mal wieder in ein Flugzeug gestiegen, dem entsprechend war ich nervös. Der Flug ging planmäßig um 16:15, 25,12,2008, von München nach Paris. (Direktflüge nach China gab es leider keine mehr)

Der Flug war angenehm, aber ich habe mehr als eine halbe Stunde gebraucht um mich an die ganze Flugsituation (wieder) zu gewöhnen.

Ich Paris angekommen ging der Spaß erst richtig los. ich hatte davor schon gehört dass der Flughafen in Paris (Charles-de-Gaulle) die Hölle ist. Das trifft es ungefähr genau, nach meiner Erfahrung jetzt.

Zum Glück kamen wir rechtzeitig in Paris an, die Zeit hab ich wirklich gebraucht um zum nächsten Flieger zugelangen. Dort angekommen musste ich erstmal mein Gate finden. Das war erstmal kein Problem, schließlich hängen da imens große Schilder mit den dementsprechenden Nummern aus. Bevor ich aber zu meinem Flugzeug konnte musste ich durch eine allgemeine Passkontrolle. Die hat mir viel Zeit gestohlen. Ich bin aber an dieser Stelle noch gut weggekommen, da 5 Minuten nachdem ich mich in der Schlange eingereiht hatte eine Horde an Leuten kam die sich ebenfalls da anstellten.

Danach hätte ich mich fast an den falschen Schalter für den Sicherheitscheck angestellt. Ich hatte dann aber eine Dame nach dem Weg gefragt und dann bin ich losgegangen. Es gab zwar noch eine Art Zug welcher anscheinend einzelne Gates abfährt, das war mir aber im ersten Moment zu unsicher da einzusteigen, weil ich eh wenig Zeit hatte. Also nahm ich die Unterführung. Nachdem die Unterführung endlich ein Ende gefunden hatte war ich am richtigen Gate und ging durch den Sicherheitscheck. Als das endlich geschafft war stand ein Schild mit meinem Gate aus, um genau zu sein mit vielen Gates, schön geordnet (E51-E66).Natürlich hatte ich……E65. Also bis zum Ende laufen. Endlich am Eingang zum Flugzeug, schon schaltete die automatische Anzeige auf “last call”. Aber ich war nicht die letzte, es standen noch ein paar andere in der Schlange. Gedacht hab ich mir aber schon, dass das jetzt richtig knapp war.

Dieser Flughafen ist ein architektonischer ALPTRAUM !!!!! Ich habe zwar einen guten Orientierungssinn, aber trotzdem…..du läufst und läufst und läufst und wirst immer unsicherer ob der Weg stimmt. Eine Rüge an den Architekten der das gebaut hat !!!!!!!

Im Flugzeug selber angekommen, ging ich zu meinem Platz. Dort musste ich feststellen das er leider schon besetzt war, also machte ich die Dame darauf aufmerksam das sie auf meinem Platz saß. Sie war, ungefähr wie 70% im Flugzeug, Chinesin. Hinterher erfuhr ich da sie aus Cambridge kommt, deswegen war es kein Problem das ich englisch mit ihr sprach. Als ich sie also darauf ansprach, wollten mir ein chinesisches Paar eine Art Karten-/ Platztausch anbieten. Ich dachte erst das Paar und die Frau wären gemeinsam zu diesem Flug angetreten, aber sie war allein unterwegs. Aber ich fand es nett, dass sie ihr und mir geholfen haben die Situation zu klären. Dennoch musste ich 4 mal sagen das es ok ist wenn ich in der Mitte sitze anstatt an meinem ursprünglichen Platz am Gang.

Der letzte Stress war vorbei und ich konnte mich gemütlich in meinen Sitz lassen. Dennoch standen wir gefühlte 45 Minuten ohne zum Startplatz zu rollen aufgrund “technical problems”. Weil ich es genauer wissen wollte fragte ich einen Steward was genau dieses “technical problem” war. Im Prinzip hatten sie einfach ein Problem den Finger der zum Zusteigen der Passagiere gedacht ist nicht wegbekommen.

Der Flug dauerte somit insgesamt 1 länger, wobei das vielleicht auch an den Flugverhältnissen lag.

Ich muss die AirFrance loben. Das Essen ist gut. Besser als ich dachte. Selbst der Christoph war erstaunt als ich ihm erzählt habe was es leckeres gab. Er schmollte und meinte, sowas gab’s bei der Lufthansa aber nicht.

In Peking angekommen, war mein Koffer und der Christoph zum Glück auch da.

Mit einem netten Lächeln auf den Lippen sagte er mir nach der Begrüßung das wir jetzt noch mind 2 Std. mit dem Bus nach Tianjin fahren dürfen. Ich konnte meine Freude über diese Nachricht kaum unterdrücken………..-.-””.

Letztendlich waren wir um halb 6 (chinesischer Zeit) auf dem Zimmer vom Christoph. Wir waren dann noch was Essen und sind dann eeeeeendlich schlafen gegangen.

Auf die Uhr zu schauen und dann zu sehen dass es 2 uhr nachts ist (europ. Zeit), die Sonne aber schon scheint, war richtig komisch. Das ist mir nämlich im Flugzeug passiert als der Lichtschutz von dem Fenster von meiner Sitznachbarin geöffnet wurde.

Ich versuche noch ein paar Bilder vom Flugzeug hochzuladen, ich hoffe man erkennt die wahnsinnig schöne Aussicht die ich hatte.

Bis dann

Gruß Pia

So nach allgemeinen Wunsch der Community, (naja eigentlich extra fuer den Tonio und den Paul :D ). Kommt nun die Erklaerung meiner Erkenntnisse. Natuerlich hoechst Subjektiv:

Wie die treuen FromBtoC-Leser schon festgestellt und beklagt haben war der Blog für einige Tage nicht erreichbar. Dies ist einem Umzug des Projektes auf einen neuen Server verschuldet. Normalerweise sollten solche Aktionen möglichst unbemerkt über die Bühne gehen und leider hat das diesmal nicht geklappt.

Am Abend vor der Abschaltung des alten Servers habe ich alle relevanten Daten gesichert und auf den neuen Server übertragen. Während der neue Server nun des nächtens angeschlossen wurde ging ich mich in Sicherheit wägend ins Bett und musste leider am nächsten Tag feststellen, dass ich entscheidende Daten von FromBtoC vergessen hatte. Das betrifft im Wesentlichen alle Bilder die hier bis Freitag noch zu sehen waren und auch die Galerie-Funktionalitäten überhaupt.

Um allerdings den Bloggern auch zur Weihnachtszeit das bloggen zu ermöglichen habe ich mich entschlossen, FromBtoC mit den Daten, die mir noch erhalten blieben wieder online zu nehmen. In Zusammenarbeit mit Tonio werde ich so bald wie möglich die Galerie wieder aufbauen. Bis dahin muss ich die treuen Besucher leider vertrösten.

Mit diesen Worten räume ich nun wieder das Feld und überlasse das bloggen den Bloggern von FromBtoC.

Allen eine schöne Weihnachtszeit,

Flo
Der große Bruder von Tonio und Tobias

17.12.2008

Viel Lärm um…

Mir ist nicht ganz klar, warum die ganze Diskussion überhaupt losgetereten wurde. Denn wenn man mal davon absieht, dass der “Artikel des Anstoβes” polarisiert… Hier geht es eindeutig NICHT um Objektivität! Das ist ein Blog. Jeder kann und soll hier seine persönliche Meinung, seine Erfahrungen und Erlebnisse schildern. Klingt doch eher subjektiv?!?

Letzten Donnerstag kam ich spät abends aus einem portugiesischem Restaurant nach Hause. Nachdem ich eine Weile nicht einschlafen konnte, setzte ich mitten in der Nacht an den Laptop und fing an zu schreiben. Wie im Fieber kam folgender Artikel zustande, der in etwa meine wirren Gedanken jener Nacht wiedergibt. Als ich ihn am nächsten Tag durchlas, konnte ich mich lange nicht entscheiden, ob ich ihn veröffentlichen sollte oder nicht. Vielleicht ist der Umfang des Artikels zu diesem Thema ein wenig übertrieben, doch er ist nun mal geschrieben, und in der Schublade soll er auch nicht verschwinden. Nehmt mir daher meine vielen Worte bitte nicht übel…

12.12.2008

Long time no read

So. Da bin ich auch mal wieder. Ich hab jetzt schon wirklich eine halbe Ewigkeit nicht mehr gebloggt. Damit Ihr nicht denkt, ich bin von den Mäusen gefressen worden, hier also ein neuer Artikel…

Die Kurzversion der Ereignisse: Der Prof. war kurz da, hat unglaublichen Stress verbreitet (eine Angewohnheit, die wohl alle Profs weltweit gemeinsam haben!), mir nicht wirklich weitergeholfen bei meiner Projektausarbeitung, mich zusammen mit seiner Labor-Sekretärin fast zur Verzweiflung getrieben beim Versuch, mein Visum zu verlängern und war dann auch schon wieder weg.

Heute moechte ich euch einmal erzaehlen was mir neulich merkwuerdiges passiert ist.

Ich stand wie so oft Morgens in der naehe der Uni an einem Stand der Teig laden verkauft. Da sagte die Verkaueferin zu mir ich solle gut auf meinen Rucksack aufpassen den gerade seien 3 Uiguren die Strasse runter gelaufen. Nun gut ich dacht mir nichts dabei und nahm an das sei vielleicht ein ueblicher Ausdruck fuer Diebe. Im Buero angekommen fragte ich dann meine Kollegen was es damit auf sich hat. Da erzaehlten sie mir das es in der Tat so sei, dass Uiguren nach Shanghai kommen und hier stehlen und andere uebers Ohr hauen. Daraufhin fragte ich woher man denn Wissen das es Uiguren sind und bekam als Antwort: Ja das sieht man. Ausserdem haben sie keine andere Wahl. Denn es ginge denen so schlecht, dass sie so Handeln muessen. Ich hab das Gefuehl diesen Leuten wird das Leben hier aber auch nicht einfach gemacht.

Es gibt viel zu erzählen. Seit 5 Wochen machen wir am Freitag Kraft-, Schnelligkeit- und Ausdauertraining. Davon haben wir 3 Mal Fussball gespielt und einmal wirklich Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer trainiert. Letzen Freitag gab es eine Theoriestunde und wir haben zu dritt trainiert. Ich war nur bei 2 Spielen dabei. Da haben wir gegen die Leute aus dem Teakwondokurs gespielt. Und leider verloren. Bei der Revanche haben wir knapp verloren wegen einem Eigentor.

Im Training steht der Lehrer immer am Teppich, manchmal auch neben mir und brüllt Faster, faster!! Too slowly!! Und auch wenn ich dann so schnell bin, dass man von Technik nicht mehr reden kann, heisst es immer noch Faster, faster!! Quick, quick!! Nah nah nah nah! Fast(er)! Am Ende wird nur der Kopf geschüttelt und es heißt wieder: Too slowly! .. Faster!! Huuh! Und mit einer Handbewegung werd ich dann vom Teppich verscheucht. Keuchend stell ich mich dann wieder hinten an. Manchmal macht er mich nach verzieht das Gesicht und macht Hah hah hah! Danach kommt ein Eeeehh!! Und er spannt alles an, was mir verdeutlichen soll, ich soll mich zusammenreißen. Vor ein paar Wochen hab ich mich mal nur hingesetzt und auf einmal hör ich No! No sitting down!! Ich darf mich auch nicht hin hocken oder mich auf den Oberschenkeln abstützen (hab ich alles probiert^^). Am Ende der Stunde: Ok, ok. Over. Einmal war der Lehrer nicht da. Es hat dann eine Lehrerin das Training geleitet. Da haben einige Stundenten dann immer aus Spaß den Lehrer nachgemacht.^^ Aber wenn es rufen auch viele Jiayo! oder Come on!

Am Montag vor 3 Wochen hab ich leider wieder meinen Speer kaputt gemacht. Es war in der 3. Trainingseinheit. Es hieß: Here fast!! Dann hab ich es gemacht und hörte nach einigen Versuchen ein KRACKS! Ich hab mich gefragt was war das denn? Und wunderte mich dass mein Speer auf einmal so leicht war und dass so viele zu mir schauten. Dann sah ich dass ich nur noch die Hälte von meinem Speer in der Hand hielt. Ich suchte dann nach der anderen Hälfte. Sah dass es nicht am Boden war. Also schützte ich meinen Kopf und sah nach oben. Da war sie aber auch nicht. Ich drehte mich um und suchte am Boden. Dann sah ich wie die andere Hälfte einer Stundentin direkt vor die Füße fiel. Es folgte ein lautes AAAAAHHHH!! Ich war froh dass es nicht auf sie gefallen ist. Ich entschuldigte mich bei ihr hob die Spitze auf und zeigte es dem Lehrer. Er sagte nur: “Good, good!”. Und streckte den Daumen nach oben. Für den Rest der Stunde übte ich dann Schwert.

Seit ca. 2 Wochen gibt es einen weiteren ausländischen Student. Sein Name ist Iesu, was im Chinesischen Jesus bedeutet. Er kommt aus Mexiko und ist seit ca. 8 Monaten in China. Er trainiert seit 10 Jahren Wushu und war bis jetzt schon einige Male in China. Er kam mit einem Freund, der in Beijing studiert, an die Uni und fragte ob er Wushu trainieren könnte. Obwohl er eigentlich gut Chinesisch spricht rufte man Cheng Wei, weil er Englisch spricht. Nach einem Gespräch besorgten wir ihm ein Hotelzimmer, damit er am nächsten Tag die Direktorin für auländische Studenten fragen konnte, ob es möglich sei, dass er noch in diesem Semester einsteigen kann. Am nächsten Tag sah er sich das Training an. Danach gingen wir zur Direktorin. Sie war aber nicht mehr da, also sprachen wir mit dem Stellvertreter glaub ich. Es war noch alles ungewiss, da man nach seinem Pass fragte, den er in Beijing ließ. Er fuhr dann übers Wochenende wieder nach Beijing. Am dauffolgenden Montag kam er in die Trainingshalle und sagte, dass keiner im Büro sei und dass er mit all seinen Sachen hier wär. Wir gingen zu Professor Mei, der dann versuchte jemanden zu erreichen. Man sagte dann es ginge nicht, weil “kein Zimmer mehr frei sei”, da in meinem Gebäude ein “Walkingteam” eingezogen ist. Professor Mei hat auch woanders nach einer Unterkunft für ihn gesucht. Aber es gab nichts, und Hotel wär zu teuer. Zum Glück war ich dabei und sagte, dass neben meinem Zimmer noch eins frei war. Dann telefonierte er mit der Besitzerin des Gebäudes und organisierte für ihn ein Zimmer.

1. Sie sind unfreundlich

2. Sie koennen sich nicht anstellen

3. Sie koennen weder Auto noch Bus fahren

4. Sie konennen nicht mit Werkzeug umgehen

5. Sie sind unsportlich

6. Sie sind korrupt

7. Sie bescheissen wo es nur geht

8. Sie uebernehmen selten Verantwortung

9. Sie sind billige Arbeitskraefte

10. Sie haben keine Ahnung

Tobias und ich waren Teil eines kleinen Teams der Hubei University. Die anderen Teammitglieder waren alles Studenten an der HuDa, die erst seit etwas mehr als einem Jahr Wushu trainiern und dafür echt nicht schlecht sind.

Unter der Leitung von Mei Laoshi, unserem Trainer, haben wir uns vorbereitet.

Sorry für die Wartezeit, aber jetzt habe ich endlich weitere Videos vom zweiten Tag des Turniers hochgeladen. Beginne wir mit einer atemberaubenden Vorführung der Doppelkette.

Dies war nicht die einzige tolle Vorführung flexibler Waffen. Weitere Aufnahmen wie immer in meinem Youtubeaccount. Auch die Mädels zeigten beeindruckende Leistungen. Als Beispiel hier eine San Jie Gun Vorführung.

Jetzt gibts mehr zu sehen. Einige weitere Videos sind jetzt oben. Von jeder Kategorie zeige ich hier ein zwei Beispiele. Wie gesagt waren die Wettbewerbe in drei Klassen aufgeteilt. Ich habe meistens nur die Kategorien der sehr guten gefilmt. Viel Spaß damit.

Der Changquan-Wettbewerb war gleich zu Beginn angesetzt. Ein paar habe ich gefilmt, längst nicht alle. Wer der Sieger war, weiss ich leider nicht mehr. Habe es nicht geschafft den am Ende ausgerufenen Namen zuzuordnen.

Zwei Tage lang warten, filmen, warmmachen und „Jiayo!” rufen. Jede Menge Seidenanzüge, Stöcke und Schwerter, traditionelle und moderne, Grund- und Wettkampfformen in einer eiskalten und verstaubten Halle. Vom Wushuwettkampf aller Universitäten der Provinz Hubei.

Eine Weile hat es gedauert bis ich aus allen Händen und Ecken das ganze Videomaterial gesammelt habe. Nun befindet es sich geordnet auf meiner Festplatte. Nach und nach werde ich über Youtube hier im Blog alle interessanten Videos veröffentlichen.

19.11.2008

Beethoven.

Es gäbe viele Sachen die man tun könnte, wenn einem langweilig wird. So viele, dass es dieses Wort eigentlich garnicht geben dürfte. “Ich weiss nichts mit der Zeit anzufangen.” Geht das überhaupt? Es gibt doch eigentlich immer was zu tun. Bloggen, zum Beispiel. Oder lesen, lernen, trainieren, eine Email schreiben, Wäsche waschen…

Und doch gibt es sie, die Langeweile. Manche gehen aus Langeweile einkaufen. Wir kauften uns aus Langeweile eine Beethoven-Büste. Und als uns noch langweiliger wurde, ließen wir Beethoven posen.

Um Eines klarzustellen. Wir wollen in keinster Weise Beethoven ins lächerliche ziehen. Wir wären die letzten, die dem Meister nicht den nötigen Respekt entgegenbringen. Unsere Bewunderung für ihn ist nicht geheuchelt. Das ist auch der Grund, weswegen haben wir uns den langgehegten Wunsch erfüllt haben, mal eine Beethovenbüste zu besitzen.

18.11.2008

Torte.

Beim Bilder sortieren bin ich letztens mal über dieses hier gestolpert. Ein Relikt von Sunny’s Geburtstag.

Versucht mal in Deutschland abends um viertel vor zehn in eine Konditorei zu gehen und eine Torte zu bestellen. Ein Schwein soll auch noch drauf sein. Das Ganze bitte in fünfzehn Minuten. Hier geht das.

17.11.2008

Neuer Anzug.

Nicht einer der zu Hemd und Krawatte passt, sondern eher ein Yu-Gi-Oh-was-auch-immer Schlafanzug, der entfernt auch in Startrek reinpassen würde. Ein Wushu-Anzug eben. Wushu-Fans wissen, was ich meine.

Nun, extra für den Wettkampf diese Woche, haben wir uns neue Wushu-Silks schneidern lassen. Wir hatten nicht viel Zeit daher musste alles recht schnell gehen, die Schneiderin kam beim Training vorbei, wir suchten Farbe und Form aus und konnten nur hoffen, dass das auch was wird. Heute eine Woche später waren die Dinger fertig. Für den Preis kann man zufrieden sein, doch die Verarbeitung lässt dann doch zu wünschen übrig. Es hieß, die Frau wäre die beste Wushusilk-Schneiderin in Wuhan. Vielleicht hat der Sebi deswegen seinen in Beijing machen lassen. Aber unterm Strich sind sie echt ganz gut geworden.

Hier ein paar spontan geschossene Fotos.

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Und ein paar Eckdaten zur Wohnsituation:

Getötete Kackerlacken im Appartment: 11
Getötete Kackerlacken im Hotelzimmer:13

Größe des Badezimmers inklusive Klo in Quadratmetern: 3
Zeit bis das Wasser in der Dusche warm wird in Minuten: 12

Anzahl der im Appartment getrunkenen Biere: 197
Anzahl der auswärts getrunken Biere: ungezählt.

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